Ein Sohn klagt vor dem BGH, weil er für die Pflege seines Vaters nicht zahlen will. Frühere Urteile machen kaum Hoffnung – jeder muss das Pflegerisiko der Eltern in seine Finanzplanung einbeziehen.

Müssen Kinder für die Pflege ihrer Eltern zahlen? Hat diese Unterhaltspflicht Grenzen? In einer alternden Gesellschaft gewinnen diese Fragen an Bedeutung. Die Kosten für Altenheime und Pflege werden immer höher, sie übersteigen Einkommen und Vermögen vieler. Dann springt zwar das Sozialamt ein. Doch der Staat möchte auf diesen Ausgaben nicht sitzen bleiben und bittet dann nicht selten die Kinder zur Kasse.

Seit Mittwoch berät der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe über das Thema. Der für Familienrecht zuständige XII. BGH-Zivilsenat muss klären, unter welchen Voraussetzungen die Verpflichtung eines Kindes zum Elternunterhalt erlischt.

Im vorliegenden Fall verlangt die Stadt Bremen rund 9000 Euro von einem Mann zurück, dessen inzwischen gestorbener Vater seine Altenheimkosten nicht mehr zahlen konnte. Brisant: Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn war zumindest schwierig – nach Darstellung des Sohnes gar zerrüttet.

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Quelle: www.welt.de/finanzen